Tai Chi Chuan

Die 10 grundlegenden Punkte des Tai Chi Chuan         Die klassischen Schriften


Im Tai Chi Chuan - einer jahrhundertealten chinesischen Kampfkunst - werden Bewegungsabläufe gelehrt, die langsam und mit nach innen gerichteter Aufmerksamkeit ausgeführt werden. Neben der entspannenden, gesundheitsfördernden (vitalisierenden) Wirkungen auf den ganzen Organismus, verbessert Tai Chi Chuan den Gleichgewichtssinn, Orientierungs- und Konzentrationsfähigkeit, Haltung und Beweglichkeit.

Panglinks

Die Langsamkeit, mit der die Bewegungen geführt werden,
ermöglicht den Übenden das Aufspüren und Lösen von alten,
Kraft raubenden Bewegungsmustern, Verspannungen und
Blockaden. Das führt im Weiteren zu einem entspannteren
Körper mit lockeren Gelenken und ist Voraussetzung für den ungehinderten Fluss des Chi (Lebensenergie).

Den Körper mit Chi anzureichern und dessen bewusste Einsatzlenkung sind elementare Übungsziele und sind im
Weiteren auch wiederum Schritte zur Selbstfindung.

Die Langsamkeit sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen,
daß Tai Chi Chuan eine effiziente Selbstverteidigung darstellt, welche dann allerdings wesentlich schnellere Bewegungen erfordert

In der Schule wird die lange, authentische Yang-Form gelehrt. Eine Stilrichtung, die lange Zeit als
äußerst effektive Kampfkunst galt. Diese geht auf den Begründer des Form-Stils, Yang Lu Chan
(auch Yang der Unbesiegbare) zurück und wurde bei der Leibgarde des Kaisers unterrichtet.

Die gesamte Historie der Entwicklung des Tai Chi ist kaum stichhaltig zu recherchieren.
Vom damals üblichen Weg der mündlichen Überlieferung bis hin zur Geheimhaltung innerhalb der
Familien, gibt es viele Gründe an den, oft glorifizierten Entstehungsgeschichten zu zweifeln.
Auf umfangreicheres schriftliches Material kann man erst in den letzten 150-200 Jahren zurückgreifen.

Und so bleibt wohl der wahre Ursprung weiter im Verborgenen, was aber dem Enthusiasmus
eine innere Kampfkunst zu praktizieren keinen Abbruch tut.

Wieviele Selbstverteidigungs-Anwendungsmöglichkeiten es in der Form gibt, ist kaum zu
überschauen, wahrscheinlich ist man erst nach langjährigem Üben in der Lage diese voll zu erfassen.

Die Form-Teile eins, zwei und drei können in aufeinander aufbauenden Kursen gelernt werden.
Daran können sich nach Bedarf Vertiefungen wie Yin-Yang, Zentrum oder Führen und Folgen etc. anschließen.
Die Präzision der Form (des Bewegungsablaufs) wird bei bedarf durch den Lehrer oder mit Mitschülern getestet. Mit diesen Anwendungstest ist es möglich die Struktur, Haltung, Muskelspannung etc. zu überprüfen und zu verbessern.

Was wäre das für eine Kampkunst in der wir ohne die Wirkung auf einen Gegner oder vielmehr Partner bar ohne jegliche Inhalte
nur äußere Form üben würden?
Eine leere Hülse, eine Tasse ohne Tee!

Aus diesem Grund weden für die fortgeschritteneren Schüler
Tui Shou (Partnerübungen), bestehend aus, dem San Shou
und verschiedene Push-Hands Pattern angeboten.
Aber auch Spaß und Freude am gemeinsamen harmonischen Bewegen sind nicht zu unterschätzende Faktoren, die für diesen
Aspekt des Tai Chi sprechen.

Schwert- und Stockform gehören ebenfalls zur breiten Palette
des Tai Chi Chuan und sind wichtige Bestandteile des ganzen
Systems. Werden doch erst viele Aspekte und Inhalte durch
diese Komponenten klar erkenn- und fühlbar.

SanShou


Interssierte Schüler sind natürlich auch jederzeit eingeladen entsprechende Kursangebote des Meister Volker Jung in St. Goarshausen anzunehmen.
Weitere Informationen, spezieller Natur, über Tai Chi Chuan und Co. findet ihr auf der Webseite des Forums: www.tai-chi.de unter Kampfkunst/Tai Chi

Aber auch bei: www.kampfkunstforum.de   gibt es gute und ausführliche Auskünfte.

"Die innere Kraft wie beim Spannen eines Bogens speichern, sie als dann wie beim Spinnen der Seide eines Kokons bewegen und so entladen, wie man einen Pfeil abschießt.
(Wu Yu-Hsiang)